17. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

GEO: So empfehlen dich ChatGPT, Gemini und Co.

Immer mehr Kunden fragen die KI statt Google. Was GEO bedeutet und was du tun kannst, damit dein Betrieb in den Antworten auftaucht.

Immer mehr Menschen fragen nicht mehr Google, sondern ChatGPT, Gemini oder Perplexity: „Welcher Elektriker in Worms macht auch Notdienst?" Die KI antwortet mit zwei oder drei Namen. Ob deiner dabei ist, hängt davon ab, was sie über dich weiß. Genau darum geht es bei GEO.

Was GEO überhaupt bedeutet

GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist alles, was dafür sorgt, dass KI-Systeme deine Firma kennen, richtig verstehen und in ihren Antworten nennen.

SEO und GEO sind dabei keine Gegensätze. Vieles, was dir bei Google hilft, hilft auch bei der KI. Ein paar Dinge kommen aber dazu.

Wie KI-Systeme an ihr Wissen kommen

Grob gibt es zwei Wege. Erstens haben die Modelle beim Training riesige Mengen an Texten aus dem Internet gelesen. Zweitens suchen viele von ihnen heute live im Netz, wenn du eine Frage stellst, und fassen die Ergebnisse zusammen.

Für dich heißt das: Deine Website muss für diese Systeme erreichbar sein, und dein Name sollte auch an anderen Stellen im Netz auftauchen.

Was du konkret tun kannst

KI-Crawler nicht aussperren. In der Datei robots.txt deiner Website wird festgelegt, wer deine Seite lesen darf. Manche Seiten blockieren dort pauschal alle KI-Bots, oft ohne dass der Inhaber es weiß. Wenn du von ChatGPT und Co. empfohlen werden willst, sollten sie deine Seite auch lesen dürfen.

Klar schreiben, was du machst. KI-Systeme ziehen Fakten aus deinen Texten: Leistung, Ort, Einzugsgebiet, Besonderheiten. Je eindeutiger das auf deiner Seite steht, desto eher landet es richtig in einer Antwort. Ein Satz wie „Wir sind Ihr kompetenter Partner rund ums Haus" hilft niemandem. „Hausmeisterservice in Worms, 24h-Notdienst, über 100 betreute Objekte" dagegen schon.

Fragen beantworten. Viele KI-Anfragen sind Fragen. Ein gut gemachter FAQ-Bereich mit den Fragen, die deine Kunden wirklich stellen, ist deshalb doppelt wertvoll: für Besucher und für die KI.

Strukturierte Daten einbauen. Im Hintergrund deiner Seite kann man in einem festen Format hinterlegen, wer du bist: Firmenname, Adresse, Öffnungszeiten, Leistungen. Das nennt sich Schema-Markup. Besucher sehen davon nichts, Maschinen lesen es aber sehr zuverlässig.

Überall gleich auftreten. Name, Adresse und Telefonnummer sollten auf deiner Website, im Google-Profil und in Verzeichnissen identisch sein. Widersprüche verunsichern nicht nur Google, sondern auch die KI.

Erwähnt werden. Bewertungen, Presseberichte, Einträge in Verzeichnissen, Erwähnungen auf Partnerseiten: Je öfter dein Name in einem passenden Zusammenhang auftaucht, desto eher gilt er für die KI als relevante Antwort.

Und was ist mit llms.txt?

Vielleicht bist du schon über llms.txt gestolpert. Das ist eine Datei, die einer KI eine kurze Zusammenfassung deiner Website liefert. Ein offizieller Standard ist das noch nicht, und nicht jedes System liest sie. Sie schadet aber nicht und ist schnell angelegt. Ich baue sie bei meinen Kunden standardmäßig mit ein.

Wie du prüfst, wo du stehst

Frag die KI einfach selbst. Stell ChatGPT oder Perplexity die Frage, die ein Kunde stellen würde, zum Beispiel „Wer macht in meiner Stadt meine Leistung?". Taucht dein Betrieb auf? Stimmen die Angaben?

Wenn nicht, ist das kein Grund zur Panik. Das Thema ist für die meisten kleinen Betriebe noch Neuland. Wer jetzt anfängt, hat einen echten Vorsprung.

Ob deine Seite für KI-Crawler offen ist und die wichtigsten Grundlagen stimmen, zeigt dir übrigens auch mein kostenloser Website-Check.